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Allgemeine Pathologie

In der Abteilung für Allgemeine Pathologie wird die pathologische Diagnostik von Krebserkrankungen, präkanzerösen Lösungen, entzündlichen Veränderungen oder Fehlbildungen des gesamten Organsystems durchgeführt. In enger Zusammenarbeit mit dem Departement für Genetik wird die molekulare Tumordiagnostik durchgeführt.

Neue Gentests

Zusätzlich zu seiner ansteigenden Aktivität mit insgesamt 229.000 histologischen Schnittpräparaten hat die Abteilung 2016 neue Gentests durchgeführt, wie zum Beispiel den Routinetest zur Detektion von Mutationen des EGFR- (Epidermal Growth Factor Receptor oder EGF-Rezeptor) und ALK-Gens (Anaplastic Lymphoma Kinase) beim kleinzelligen Lungenkrebs. Die Diagnosequalität hat sich dank der Einführung eines neuen, vollständig computergesteuerten Labormanagementsystems und der Automatisierung der immunohistochemischen Tests verbessert.

Die Abteilung nimmt an einer Vielzahl von internationalen Konferenzen und Ringversuchen teil und in Partner in mehreren nationalen und internationalen Diagnostik- und Forschungsverbünden.

Die Abteilung nimmt regelmäßig an Qualitätszirkeln teil, die von internationalen externen Kontrollorganisationen wie dem Kollegium der amerikanischen Pathologen (College of American Pathologists -CAP), der französischen Vereinigung für Qualitätssicherung in der pathologischen Anatomie und Zytologie, dem NordiQC (Nordic Immunohistochemical Quality Control) aus Aalborg (Dänemark), dem ESP Lung EQA Scheme, der European Society of Pathology – Lung External Quality Assessment Scheme in Löwen (Belgien) oder dem MD Anderson Cancer Center durchgeführt werden.

Des Weiteren ist die Abteilunge für Allgemeine Pathologie aktiver Partner der nationalen Krebsplattform, des Komitees der zukünftigen medizinischen Fakultät Luxemburgs, als auch des luxemburgischen Konsortiums für individualisierte Medizin (Personalised Medicine Consortium – PMC).

Medizinische Innovation durch Telepathologie

2016 hat die Abteilung einen weiteren Schritt in seinem ehrgeizigen Projekt zur Schnellschnittuntersuchung zurückgelegt. Hierbei geht es um Gewebeentnahme im Verlauf eines chirurgischen Eingriffs, um eine mikroskopische Untersuchung zur Bestätigung oder Entkräftung des Vorliegens einer kanzerösen Läsion durchzuführen. Aufgrund der geografischen Lage der Krankenhäuser können manche Krankenhäuser nicht so lange warten, bis die Probe zum Service für pathologische Anatomie transportiert wurde. Um dies zu vermeiden, wurde die Telepathologie als Lösung eingeführt. Anstatt die Biopsie an das LNS zu schicken, wird diese vor Ort im Krankenhaus bearbeitet, und kann in Echtzeit von den Patholog/Innen am LNS über ein virtuellen Mikroskop untersucht werden.

Dieses Projekt ist Teil des Strategieplans 2016-2018 des LNS und beinhaltet die Erstellung einer Telepathologie-Plattform in vier luxemburgischen Krankenhäusern im Rahmen des „Nationalen Krebsplans“: Centre Hospitalier Emile Mayrisch (CHEM), Centre Hospitalier in Luxemburg (CHL), die Robert-Schuman-Krankenhäuser in Luxemburg (HRS) und das Centre Hospitalier du Nord in Ettelbrück (CHdN).

LNS – Modern Pathology: a guide for clinical treatment decision and prognosis

Das Team