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Gynäkologische Zytologie

Der Service für gynäkologische Zytologie des Laboratoire national de santé wurde auf der Grundlage des Nationalen Programms zur Gebärmutterhalskrebserkennung gegründet, das 1962 im Großherzogtum Luxemburg eingeführt wurde.

Eine Vielzahl an Aufgaben bei der Erkennung und Prävention

Die Erkennung kanzeröser oder präkanzeröser Läsionen des Gebärmutterhalses wird durch die zytologische Untersuchung eines am Gebärmutterhals entnommenen Abstriches unter dem Mikroskop durchgeführt. Dieses Verfahren wurde in den 1940er-Jahren durch Dr. Papanicolaou entwickelt.

Zeigt die mikroskopische Untersuchung das Vorliegen atypischer oder verdachtsweise bösartiger Zellen auf, so sind je nach Fall weitere Untersuchungen erforderlich: kolposkopische Untersuchungen, Zusatzuntersuchungen wie der Test auf Hoch-Risiko-Papillomaviren und eventuell eine Biopsie des Gebärmutterhalses…

Seit der weltweiten Einführung der Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung ist die Häufigkeit dieser Krebsart, die ehemals die höchste Todesursache aufgrund von Krebs bei Frauen war, auf drastische Weise gefallen.

Zusätzlich zu den zytologischen Tests im Rahmen des Präventionsprogramms führt der Service für Zytologie Kontrollabstriche bei Patientinnen durch, die bei vorherigen Abstrichen Anomalien aufwiesen; außerdem werden Tests auf Hoch-Risiko-Papillomaviren (HPV HR, Ursache von 90% aller Gebärmutterhalskrebsfälle) an Zervixabstrichen durchgeführt. Diese Tests werden im Bedarfsfall gemäß den europäischen Empfehlungen oder auf Anfrage des verschreibenden Arztes durchgeführt.

Abschließend kann der Service für Zytologie am gleichen Abstrich noch Tests auf infektiöse Erreger bestimmter sexuell übertragbarer Krankheiten durchführen (Chlamydia Trachomatis, Neisseria Gonorrhoeae, Mycoplasma genitalium).

Das Team