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Epidemiologie und mikrobielle Genomik

Ziel dieses Service ist es, auf nationaler Ebene die epidemiologische und genomische Überwachung mikrobieller Erreger im Sinne der öffentlichen Gesundheit zu gewährleisten. Er konzentriert sich dabei auf zwei Hauptgruppen von infektiösen Erregern (Erreger lebensmittelbedingten Ursprungs und Erreger, gegen die ein Impfstoff existiert). Das Monitoring dieser beiden Arten von Erregern ist von größter Wichtigkeit, da Gesundheitsbehörden erlaubt schnell auf epidemische Phänomene zu reagieren.

Überwachung mikrobieller Erreger als höchstes Ziel

Ziel dieses Service ist es, auf nationaler Ebene die epidemiologische und genomische Überwachung mikrobieller Erreger im Sinne der öffentlichen Gesundheit zu gewährleisten. Er konzentriert sich dabei auf zwei Hauptgruppen von infektiösen Erregern (Erreger lebensmittelbedingten Ursprungs und Erreger, gegen die ein Impfstoff existiert). Das Monitoring dieser beiden Arten von Erregern ist von größter Wichtigkeit, da Gesundheitsbehörden erlaubt schnell auf epidemische Phänomene zu reagieren.

Zu Beginn der Überwachung von Erregern lebensmittelbedingten Ursprungs (Bakterien wie z.B. Salmonellen1 und Campylobacter2) übermitteln klinischen Labore Bakterienstämme, die von Patienten entnommen wurden. Deren genetischen Abdrücke werden daraufhin an die zuständigen Behörden übergeben. Wurden mehrere Patienten von Bakterien mit dem gleichen genetischen Fingerabdruck vergiftet, könnte eine gemeinsame Infektionsquelle vorliegen, die es zu identifizieren, zu eliminieren und vorzubeugen gilt. In einer solchen Situation werden die nationalen (Gesundheitsamt) und die internationalen Behörden (European Centre for Disease Control, ECDC) informiert, deren Nachforschungen wir unterstützen.

Zusammenarbeit mit anderen Laboren

Die Zusammenarbeit mit Veterinär- und Lebensmittellaboren erweitert unsere Datenbank um die routinemäßig im Verlauf der Lebensmittelkette isolierten Erreger. Diese Daten werden auch an eine europäische Lebensmitteldatenbank übermittelt, die durch die European Food Safety Authority geführt wird.

Ein neues, bereichsübergreifendes Verfahren

Der Service hat kürzlich das neue NGS-Verfahren (Next Generation Sequencing) eingeführt, mit dem mikrobielle Genome mit einer einzigartig hohen Auflösung verglichen werden können. Der große Vorteil dieses bereichsübergreifenden Verfahrens ist, dass es auf alle Arten von Mikroben, beispielsweise Bakterien oder Viren, angewendet werden kann. Mit diesem Verfahren wurden bereits mehr als 1.000 Stämme sequenziert, darunter insbesondere Campylobacter2, der am häufigsten bei Patienten mit akutem Durchfall vorkommende Keim.

In den letzten Jahren wurden die genetischen Daten von mehr als 4.000 Stämmen in verschiedene internationale Datenbanken eingetragen, die Behörden und Forschern im Bereich der Epidemiologie und Mikrobiologie weltweit zur Verfügung stehen.

Eine Vielzahl an erfolgreichen Forschungsprojekten

Der Service ist ebenfalls sehr aktiv in der Forschung tätig. Seit 2003 hat er in Zusammenarbeit mit Forschern aus Luxemburg und dem Ausland erfolgreich 8 verschiedene Forschungsprojekte durchgeführt, von denen 4 durch den nationalen Forschungsfonds und 2 durch die Europäische Union finanziert wurden. In Partnerschaft mit dem Service für gynäkologische Zytologie und dem luxemburgischen Planning Familial führt er derzeit ein Forschungsprojekt über die Auswirkung der Impfung auf die Ausbreitung der humanen Papillomaviren durch.

Außerdem trägt der Service regelmäßig zu Publikationen innerhalb seines Fachgebiets bei.

LNS – Eine neue Ära in der Mikrobiologie

1 Laut WHO sind Salmonellen weltweit einer der 4 Hauptgründe für Durchfallerkrankungen. Die meisten Fälle von Salmonellenvergiftung verlaufen harmlos, jedoch kann in manchen Fällen Lebensgefahr bestehen.

2 Laut WHO ist diese Bakterie weltweit einer der 4 Hauptgründe für Durchfallerkrankungen. Sie gilt weltweit als häufigster bakterieller Erreger von Gastroenteritis beim Menschen.

Das Team